Impulsreihe der Pflegebevollmächtigten Katrin Staffler: „Ankommen. Bleiben. Pflegen. Mit internationalen Pflegekräften die Versorgung sichern“

1. Session: „Ankommen im Team – Onboarding und Integration internationaler Pflegekräfte“

Fokus: Wie gelingt ein guter Start internationaler Pflegekräfte im Pflegealltag?

 

 

Internationale Pflegekräfte sind ein wichtiger Bestandteil in der Pflege. Wie ein guter Start im Pflegealltag gelingen kann und welche Rolle strukturierte Einarbeitung, Mentoring und soziale Netzwerke spielen, besprach die Pflegebevollmächtigte mit ihren Gästen aus Praxis und Fachwelt.

 

Mit dabei waren Julia Schmidt, Projektleitung Deutsches Kompetenzzentrum für internationale Fachkräfte in den Gesundheits- und Pflegeberufen (DKF) beim Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA). Sie stellte den „Werkzeugkoffer Willkommenskultur & Integration“ vor, ein Online-Angebot, das Informationen, Tipps und Beispiele guter Praxis in 15 Themenfeldern rund um das Thema Anwerbung bereithält – auch zu unbequemen Themen wie Abwerbung, Kündigung und Rassismus (dkf-kda.de/werkzeugkoffer-wi/). Zudem ging sie auf die Bedeutung von einem strukturierten und konzeptbasierten Vorgehen für eine nachhaltige betriebliche Integration ein und sprach sich für ein schriftliches Integrationsmanagementkonzept für Pflegeeinrichtungen aus, die international anwerben.

 

Nora Schenderlein, Integrationsmanagerin, Vivantes Hauptstadtpflege, sensibilisierte für die Bedürfnisse und Befürchtungen internationaler Pflegekräfte. Ihrer Erfahrung nach gelingt die Integration leichter durch Verbindlichkeit und frühzeitigen Beziehungsaufbau. Bei Vivantes Hauptstadtpflege werden die „Internationals“ vom persönlichen Vorstellungsgespräch im Heimatland, über monatliche Zoommeetings bis hin zur Abholung vom Flughafen und der Begleitung in die bereitstehenden Wohnungen durch feste Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner vom Team Auslandsrecruiting/ Integration  begleitet. Regelmäßige Treffen außerhalb des beruflichen Kontextes stärken zudem den Beziehungsaufbau und die Verbindlichkeit.

 

Für Antje Prütz, Leitung Internationales Recruiting und Integration, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE), ist Deutschland ein hoch attraktiver Standort. Sie verdeutlichte, dass Integration auch die Wortwahl umfasst. So sei es beim UKE eine Frage der Wertschätzung, sie als „Internationals“ und nicht als ausländische Pflegekräfte zu sehen.

 

Die Pflegebevollmächtigte bedankte sich für die wertvollen Impulse und stellte ihren Kompakt-Flyer für Pflegeeinrichtungen vor, worauf es bei der Integration internationaler Pflegekräfte ankommt. Ebenso wies sie auf ihr Projekt „Gute Arbeitsbedingungen in der Pflege“ hin, dass auch zur gelingenden Integration unterstützt.

 

Den Kompakt-Flyer "Wie internationale Pflegefachpersonen gewonnen und erfolgreich integriert werden können" können Sie per Email bei uns bestellen oder hier als

barrierefreie Version sowie als

Druckversion herunterladen. (Achtung: das Druck-Format ist DIN A6-Kreuzbruchfalz – also eine doppelseitig ausgedruckte DIN A4-Seite 2x mittig gefaltet).

 

Save the date - So geht es weiter:

2. Session: „Bleiben statt wechseln – Gute Arbeitsbedingungen auch für Auszubildende aus Drittstaaten“

Fokus: Welche Faktoren entscheiden darüber, ob internationale Auszubildende langfristig in der Pflege in Deutschland bleiben?

Live-Stream am Montag, 21. September 2026, 14:15-15:15 Uhr

 

3. Session: „Digitale Helfer im Pflegealltag – KI, Sprache und Integration“

Fokus: Wie digitale Tools, Apps und KI-Assistenzsysteme Pflegekräfte entlasten, Sprachbarrieren reduzieren und die Integration internationaler Mitarbeitender erleichtern können.

Live-Stream am Montag, 9. November 2026, 14:15-15:15 Uhr

 

Ort: Online-Podcast

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