Passgenaue Unterstützung für die häusliche Pflege: Pflegebevollmächtigter stellt Konzept des Pflege Ko-Piloten vor

Die Pflege von Angehörigen ist eine große Herausforderung – auch dann, wenn Pflegebedürftige und Pflegende sich gemeinsam für sie entschieden haben. Die Pflegebedürftigkeit stellt die Pflegebedürftigen und ihre Familien nicht nur vor viele Fragen, etwa nach Leistungen und Unterstützungsangeboten. Sie hat gerade bei häuslicher Pflege auch vielfach Konflikte, Abhängigkeiten, Momente der Verzweiflung und leider viel zu oft auch Aggressionen zur Folge.

 

Es bedarf eines niedrigschwelligen Angebotes, das neben fachlichen und rechtlichen Fragestellungen auch die Beziehungsebene in den Blick nimmt, damit es Pflegebedürftigen und Pflegepersonen gelingt, für ihre individuellen Lebenskonzepte ein passgenaues Pflegesetting zu finden. Der Pflegebevollmächtigte schlägt deshalb vor, die sogenannten „Kontrollbesuche“ durch den Pflege Ko-Piloten zu ersetzen. Er soll Pflegebedürftige und Pflegepersonen regelmäßig vertrauensvoll und unabhängig unterstützen und beraten - auch zu heiklen Themen wie Scham oder Wut.

 

Staatssekretär Andreas Westerfellhaus: „Die häusliche Pflege braucht frühzeitige vertrauensvolle Beratung und Unterstützung. Nur so kann der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff und der damit verbundene Paradigmenwechsel konsequent umgesetzt werden: weg von der Bevormundung der Pflegebedürftigen hin zu individueller Unterstützung bei der Gestaltung des Alltags mit Pflegebedürftigkeit.“

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