Mehr Kurzzeitpflegeplätze, sonst ist die Pflege zuhause gefährdet

Bundesweit stehen deutlich zu wenige Kurzzeitpflegeplätze zur Verfügung. Der Pflegebevollmächtigte benennt deshalb fünf konkrete Maßnahmen, um die Kurzzeitpflege zu stärken.

 

Wichtigster Punkt: Das Betreiben einer Kurzzeitpflegeeinrichtung muss endlich wirtschaftlich machbarer werden. Darum sollen die Finanzierungsbedingungen für die Leistungserbringer verbessert werden. Und damit es für die Pflegebedürftigen dadurch nicht teurer wird, muss der Koalitionsvertrag umgesetzt werden. Dieser sieht vor, die Leistungen der Kurzzeit-, Verhinderungs- und Tagespflege zu einem großen Entlastungsbudget zusammenzuführen. Das würde für Pflegebedürftige mehr Flexibilität bei der Zusammenstellung und Inanspruchnahme benötigter Hilfs- und Unterstützungsangebote im häuslichen Pflegesetting bedeuten.

 

Westerfellhaus: „Es kann nicht sein, dass die Menschen in einer Krisensituation keinen Kurzzeitpflegeplatz in ihrer Nähe finden – obwohl sie ihn dringend benötigen und einen gesetzlichen Anspruch darauf haben!“

 

Kurzzeitpflege kann immer dann genutzt werden, wenn die häusliche Pflege nicht möglich oder nicht ausreichend ist, z.B. wegen eines vorübergehend höheren medizinisch-pflegerischen Versorgungsbedarfs im Anschluss an einen Krankenhausaufenthalt oder während eines Urlaubs der pflegenden Angehörigen. Die Kurzzeitpflege macht so in vielen Fällen die häusliche Pflege überhaupt erst auf Dauer möglich.

Westerfellhaus: „Die zu Pflegenden und ihre Angehörigen müssen sich darauf verlassen können, dass sie im Fall der Fälle die gesetzlich vorgesehenen Angebote finden und nutzen können. Alles andere gefährdet die häusliche Pflege.“

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