Internationaler Tag der Pflegenden - "Big nurse, not small doctor"

Der Internationale Tag der Pflegenden wird seit über 50 Jahren am 12. Mai, dem Geburtstag von Florence Nightingale begangen. Die vor fast 200 Jahren geborene britische Krankenpflegerin gilt als Pionierin der modernen Krankenpflege.

 

Staatssekretär Andreas Westerfellhaus: „Dieser Tag ist insbesondere ein Anlass, in die Zukunft zu schauen und den bereits von Florence Nightingale eingeschlagenen Weg der Professionalisierung in der Pflege konsequent weiterzugehen. Es ist an der Zeit, dass Pflegefachpersonen mehr Versorgungsverantwortung zugetraut wird.“

 

Der Fachkräftemangel trifft viele Berufe im Gesundheitswesen. Deshalb wird die bedarfsgerechte Versorgung der Patienten und Pflegebedürftigen in Zukunft nur gelingen, wenn die Zusammenarbeit zwischen den Berufen im Gesundheitswesen neu gestaltet wird, so wie es auch im Koalitionsvertrag vereinbart wurde. Jeder sollte das machen, was er gelernt hat und am besten kann. Genauso wichtig ist es aber auch zu wissen, wann andere Berufsgruppen hinzugezogen werden müssen. Hierfür bedarf es standardisierter Vorgehensweisen und eines guten Qualifikationsmixes. Tradierte Professions- und Hierarchiegrenzen sind nicht mehr zeitgemäß und verhindern eine effiziente und professionelle Versorgung der Menschen. Wir müssen jetzt den interdisziplinären Diskurs führen – in der Politik und zwischen den Professionen.

 

Andreas Westerfellhaus: „Pflegekräfte leisten jeden Tag Großartiges. Sie sind hochprofessionell ausgebildet und nehmen durch den engen Kontakt zu Patienten, Pflegebedürftigen und deren Angehörigen eine Schlüsselrolle im Versorgungsalltag ein. Genau deshalb muss es Pflegefachpersonen erlaubt werden ihre Kompetenz noch gezielter einzubringen. Und dabei geht es nicht darum, anderen Berufsgruppen etwas wegzunehmen. Big nurse, not small doctor sollte die Devise sein.“

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