Gute Arbeitsbedingungen in der Pflege (GAP)“ nimmt Fahrt auf!

Pflegekräfte brauchen jetzt ein Signal, dass sich ihre Arbeitsbedingungen spürbar ändern. Die fortwährend hohe Belastung, das ständige Holen aus dem Frei, zunehmende Arbeitsverdichtung, zu wenig Zeit, zu viele Überstunden treiben Pflegekräfte aus ihrem Beruf, den sie eigentlich gerne ausüben. Daher hat der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung zum Jahresbeginn für ganz Deutschland das auf drei Jahre angelegte Projekt „GAP – Gute Arbeitsbedingungen in der Pflege“ gestartet. Das Projekt soll kleine und mittelständische Pflegedienste und stationäre Pflegeeinrich-tungen unterstützen, ihre Arbeitsprozesse hinsichtlich der Vereinbarkeit von Pflege, Familie und Beruf kritisch zu hinterfragen und zu verbessern.

 

Staatssekretär Andreas Westerfellhaus: „Durch die Corona-Pandemie befinden sich Pflegekräfte in einer besonderen Belastungssituation. Aber schon davor haben zu viele von ihnen dem Beruf den Rücken gekehrt, weil die Arbeitsbedingungen nicht zeitgemäß waren und sich dies negativ auf ihre Gesundheit und ihr Privatleben ausgewirkt hat. Wenn wir jetzt nicht für spürbare Veränderungen sorgen, wird es bald zu wenig Pflegekräfte geben, die Patienten und Pflegebedürftige professionell versorgen.“

 

Um auf das Projekt aufmerksam zu machen, hat die Geschäftsstelle GAP in einem ersten Schritt 5.000 zufällig ausgewählte Pflegeeinrichtungen per Brief zum Mitmachen eingeladen. Es sind mehrere Wellen für die Einladungen geplant. Selbstverständlich können sich auch interessierte Einrichtungen unabhängig von diesen Schreiben zur Teilnahme anmelden. Weitergehende Informationen dazu gibt es unter www.gap-pflege.de.

 

Staatssekretär Westerfellhaus: „Wohlwissend, dass die Arbeitsbelastung für Pflegekräfte derzeit enorm ist und Veränderungsprozesse zusätzlich Kraft erfordern, bietet dieses Projekt vielen Unternehmen die Chance, die Gesundheit und Berufszufriedenheit ihrer Mitarbeiter nachhaltig zu stärken. Ich bin mir daher sicher, dass sich die Teilnahme rentieren wird – nicht nur für Pflegebetriebe und ihre Mitarbeiter, sondern auch für die vielen hunderttausend Pflegebedürftigen, die auf ihre Hilfe und Unterstützung angewiesen sind.“

 

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