Konzertierte Aktion Pflege – KAP

Im Koalitionsvertrag haben CDU und SPD eine Konzertierte Aktion Pflege zur Weiterentwicklung der Situation in der Altenpflege verabredet.

Die Konzertierte Aktion Pflege wurde am 3. Juli 2018 mit einer Auftaktveranstaltung der drei beteiligten Ministerien, dem Bundesministerium für Gesundheit, dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales gestartet. Im kommenden Jahr sollen Maßnahmen erarbeitet werden, um die Arbeitsbedingungen von beruflich Pflegenden spürbar zu verbessern, die Ausbildung in der Pflege zu stärken und eine bessere Entlohnung der Pflegekräfte umzusetzen. So sollen auch noch mehr Menschen motiviert werden, Pflegeberufe zu ergreifen oder in den Beruf zurückzukehren.

Die Konzertierte Aktion Pflege bezieht alle Akteure ein: Pflegeberufs- und Pflegeberufsausbildungsverbände, Pflege- und Krankenkassen, Verbände der Pflegeeinrichtungen und Krankenhäuser, die Kirchen, Betroffenenverbände, die Berufsgenossenschaft, die Bundesagentur für Arbeit, die Sozialpartner sowie weitere Experten. Neben einem Dachgremium wird es fünf themenbezogene Arbeitsgruppen geben, in denen auch der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung Andreas Westerfellhaus vertreten ist.

Die Konzertierte Aktion Pflege hat die folgenden fünf Arbeitsgruppen eingesetzt:

  • Arbeitsgruppe 1 „Ausbildung und Qualifizierung“
    Ziel dieser Arbeitsgruppe ist es die Einführung der neuen Pflegeausbildung zum 1. Januar 2020 mit Maßnahmen zu begleiten, die den Erfolg der Pflegeberufe-Reform sichern und neue Karriere-Chancen in der Pflege eröffnen. Zudem soll eine gemeinsame Öffentlichkeitskampagne über die neue Pflegeausbildung informieren und junge Menschen für die Pflege gewinnen.
  • Arbeitsgruppe 2 „Personalmanagement, Arbeitsschutz und Gesundheitsförderung“
    Diese Arbeitsgruppe wird vorrangig Maßnahmen beraten, die dazu führen, dass Pflegepersonal für Einrichtungen gewonnen, zurückgewonnen oder aber langfristig gehalten wird. Hierfür spielt die Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Pflege und große Transparenz darüber eine entscheidende Rolle.
  • Arbeitsgruppe 3 „Innovative Versorgungsansätze und Digitalisierung“
    Diese Arbeitsgruppe erarbeitet innovative Ansätze, wie die pflegerische Versorgung unter Einbeziehung digitaler Lösungen optimiert und Pflegekräfte entlastet werden können.
  • Arbeitsgruppe 4 „Pflegekräfte aus dem Ausland“
    Diese Arbeitsgruppe ist für konkrete Maßnahmenvorschläge zur Gewinnung von Pflegekräften aus dem Ausland zuständig.
  • Arbeitsgruppe 5 „Entlohnungsbedingungen in der Pflege“
    Diese Arbeitsgruppe wird im kommenden Jahr Maßnahmen erarbeiten, die eine angemessene Entlohnung in der Pflege sichern und dabei die Tarifautonomie und das kirchliche Selbstbestimmungsrecht wahren.

 

zurück

Hier steht ein Alternativtext

Beratung und Hilfe für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen

Sie haben Fragen zur Pflege, sind selbst pflegebedürftig oder pflegen einen Angehörigen? Als Ratsuchende können Sie sich an viele unterschiedliche Institutionen wenden. Wir möchten Ihnen einige davon vorstellen.

mehr ...