Pflegefachkräfte als Transplantationsbeauftragte im Krankenhaus

Mit der heute vom Bundeskabinett beschlossenen Novelle des Transplantationsgesetzes sollen Pflegekräfte mehr Verantwortung erhalten und ihre Kompetenzen noch stärker in den Prozess der Organspende einzubringen können.

 

Durch die geplante Gesetzesänderung wird die Stellung der Transplantationsbeauftragten gestärkt. Zukünftig muss jede Intensiveinheit mindestens einen Transplantationsbeauftragten vorhalten. Erfahrene Pflegekräfte können sich dafür qualifizieren und diese verantwortungsvolle Position übernehmen. Nur ein Transplantationsbeauftragter je Krankenhaus muss Arzt sein. Transplantationsbeauftragte unterstützen das therapeutische Team bei der Identifikation von infrage kommenden Spendern, koordinieren die Hirntoddiagnostik und leiten die Kommunikation mit der DSO (Deutsche Stiftung Organspende) ein. Ein wichtiger Schwerpunkt ist zudem die Betreuung, Seelsorge und Gesprächsführung mit Angehörigen von Betroffenen sowie die Schulung von Beschäftigten. Weiterhin organisieren sie den nicht alltäglichen Prozess der Explantation und stellen den würdevollen Umgang mit den Spendern sicher. Transplantationsbeauftragte werden künftig für ihre Aufgaben von anderen Tätigkeiten freigestellt.

 

Der Pflegebevollmächtigte meint dazu: „Die verantwortungsvolle Aufgabe eines Transplantationsbeauftragten wertet den Pflegeberuf auf. Erfahrene Pflegefachkräfte können damit im gemeinsamen Team mit Ärzten einen wichtigen Beitrag leisten, um die nachlassende Bereitschaft zur Organspende im Krankenhaus zu erhöhen. Davon werden viele Menschen profitieren, die dringend ein Spenderorgan benötigen.“

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