Der Pflegebevollmächtigte zu den Äußerungen des Präsidenten der Bundesärztekammer, Frank Ulrich Montgomery

Der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Staatssekretär Andreas Westerfellhaus, zu den Äußerungen des WMA-Vorsitzenden und Präsident der Bundesärztekammer, Frank Ulrich Montgomery, dass „eine Patienten-Arzt-Beziehung erfordert einen Arzt – nicht einen Ersatz oder einen Stellvertreter" und „Nur in Fällen, in denen es keinen Arzt gebe, könne es hilfreich sein, Pflegekräfte zu haben, um die Lücke so gut wie möglich zu schließen.":

 

„Berufsgruppen gegeneinander auszuspielen kann sich keiner nirgendwo mehr leisten. Schon gar nicht in Zeiten des Fachkräftemangels, der mittlerweile jede Berufsgruppe im Gesundheitswesen trifft und die Versorgung der Menschen gefährdet. Gerade jetzt sollte zur interdisziplinären Zusammenarbeit aufgerufen werden. Denn kein Gesundheitsberuf kann alleine die oft hochkomplexe Versorgung der Patienten und Pflegebedürftigen gewährleisten. Das versuchte Ausboten der Pflegekräfte zu Gunsten der Ärzteschaft, wie es Herr Montgomery auf einer Konferenz des Weltärztebundes (WMA) betreibt, ist daher kontraproduktiv und von gestern. Schade, dass solche Botschaften tatsächlich noch in die Welt getragen werden, obwohl sich aktuell auch in Deutschland viele Berufsgruppen auf den Weg machen, den andere Ländern schon längst geschafft haben: wertschätzende, professionelle Interdisziplinarität auf Augenhöhe. Zum Glück sind viele Ärzte in Deutschland fortschrittlicher als der WMA-Vorsitzende und haben den Neuanfang der Zusammenarbeit bereits auch hier zusammen mit den anderen Professionen eingeläutet."

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