Pflegebevollmächtigter mahnt zu Besonnenheit bei Heimbesuchen

Der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus, erklärte dpa gegenüber, dass er die geplante bundesweite Lockerung von Besuchsbeschränkungen in Pflegeheimen begrüßt. Mit Blick auf den Muttertag an diesem Sonntag mahnte er zugleich zu Besonnenheit. Die Bewohner benötigten weiter besonderen Schutz, sagte der Staatssekretär im Gesundheitsministerium am Donnerstag in Berlin.

 

«Besuche können in dieser Situation nicht so flexibel stattfinden, wie dies vor der Pandemie der Fall war.»

 

Westerfellhaus empfahl Angehörigen, sich vorab zu erkundigen, wann Besuche möglich sind und welche Maßgaben gelten. Angesichts insgesamt niedriger Corona-Infektionszahlen hatten Bund und Länder am Mittwoch begrenzte Lockerungen beschlossen. Künftig soll gelten, dass jeder Bewohner im Pflegeheim Besuch durch eine bestimmte Person bekommen darf. Voraussetzung ist, dass es in dem Heim kein «Infektionsgeschehen» gibt. Als Pflegebevollmächtigter ist Westerfellhaus für die Belange von Pflegebedürftigen zuständig.

 

Damit werde Bewohnerinnen und Bewohnern ein großes Stück Lebensqualität und Zuversicht zurückgeben, sagte er. «Viele der Bewohner, aber auch ihre Angehörigen haben sehr unter den Kontaktbeschränkungen der vergangenen Wochen gelitten.» Hintergrund besonderer Schutzvorkehrungen ist, dass die meist älteren und chronisch kranken Bewohner etwa in Pflegeheimen zur Risikogruppe für schwere Verläufe der Covid-19-Erkrankung gehören.

 

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